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Seit über 80 Jahren registrieren sich Pflegeberufe in Großbritannien. In Deutschland gibt es erstmals seit 2003 eine freiwillige Registrierung. Die Registrierung ist ein erster und wichtiger Schritt zu einer Pflegekammer. Die Forderung nach Errichtung einer Pflegekammer ist nicht neu; bereits 1903 wurde eine Berufsorganisation für Krankenpflegerinnen Deutschlands gefordert.
Die aktuellen und rasanten Strukturveränderungen im Gesundheitswesen verleihen der Dimension der Sicherung der pflegerischen Versorgung für die Gesellschaft eine weiter zunehmende Dringlichkeit. Im internationalen Vergleich ist festzustellen, dass die Pflege in Deutschland eine Schlusslichtposition einnimmt und der europäischen Entwicklung hinterherläuft. In vielen europäischen Staaten gibt es bereits Pflegekammern schon seit Jahren.
Eine Kammer würde viele zukunftsweisende Aufgaben übernehmen. Im Rahmen der demographischen Entwicklung müssen Konzepte erstellt werden, wer, wie und wen pflegen, betreuen und versorgen soll. Anhand valider Zahlen über Berufsangehörige und deren Struktur, wäre eine vernünftige Ressourcenplanung für die Pflege in der Zukunft möglich. Es könnte z. B. verdeutlicht werden, dass der ständige Abbau von Ausbildungsplätzen heute, zur katastrophalen Unterversorgung der Menschen von morgen führt.
Eine Pflegekammer hat viele Vorteile, z. B. jede und jeder Berufsangehörige wäre registriert, unterläge der Sicherheit gleicher Qualitätsstandards und hätte eine offizielle Zulassung professionelle Pflege auszuüben. Das wiederum bringt Sicherheit und Qualitätssicherung für die Bevölkerung. Patienten und Angehörige können sicher sein, dass sie von Menschen betreut werden, die sich einer kontinuierlichen Weiterbildung und einer Berufsethik verpflichtet haben.
Zum Wohle aller Menschen ist eine Pflegekammer Hamburg unbedingt notwendig.








